Gib deinen Produkten eine digitale Erweiterung – einfach per QR-Code.
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Einfach erklärt
Das DPP System ist nicht der Pass selbst, sondern die riesige, unsichtbare Computermaschine im Hintergrund, die alle Pässe überhaupt erst möglich macht. Es ist das Netzwerk, das die Daten sammelt, verarbeitet und auf dein Handy schickt, wenn du den Code scannst.

Alltagsbeispiel
Stell dir das System der Banken vor: Deine Bankkarte ist der Datenträger. Dein Kontostand sind die Daten. Aber das Banksystem (die Automaten, die Rechenzentren, die Überweisungsregeln) sorgt dafür, dass das Ganze funktioniert, wenn du Geld abhebst.

Kurze präzise Definition
Ein DPP System ist die ganzheitliche IT-Infrastruktur, bestehend aus Software, Hardware, Standards und Prozessen, die erforderlich ist, um Digitale Produktpässe zu generieren, zu speichern, aufzulösen und berechtigten Akteuren bereitzustellen.

Ausführliche Erklärung
Das Design eines DPP Systems ist komplex und wird durch Normen wie EN 18216 bis EN 18246 (erarbeitet von CEN CLC JTC 24) geregelt. Es umfasst Sub-Systeme wie das DPP Repository (Datenbank), den Resolver (Auflösungsdienst), das Identity Access Management (Zugriffsrechte), Distributed DPP System Services und den DPP Assembler, der Daten aus ERP– und PLM-Systemen aggregiert.

Zusammenhang mit dem Digitalen Produktpass
Der Begriff „DPP“ meint oft nur den Inhalt (die Daten). Das „DPP System“ ist die Technologie, die Unternehmen aufbauen oder als Software einkaufen müssen, um die rechtliche Verpflichtung (ESPR) zur Bereitstellung dieser Pässe erfüllen zu können.

Synonyme / Abkürzungen
Digital Product Passport System, DPP-Infrastruktur.

Praxisbeispiel aus Unternehmen oder Industrie
Ein mittelständischer Textilhersteller hat keine eigene IT-Abteilung, um ein komplexes DPP System von Grund auf neu zu programmieren. Stattdessen nutzt er eine SaaS-Plattform, die das gesamte System (Resolver, Data Spaces, QR-Code-Generator) „out-of-the-box“ anbietet. Der Textilhersteller muss nur noch seine Excel-Tabellen hochladen.

Quellen

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